Wie „fertig“ ist „schlüsselfertig“?

 

Was ein „schlüsselfertiges“ Haus ist, sagt ja bereits die Bezeichnung – man muss nur noch den Hausschlüssel in Empfang nehmen und einziehen. Oder doch nicht?

Da gibt es z.B. schlüsselfertig ab OK Bodenplatte – aber dann ist es ja gar kein Haus. Maler- und Taperzierarbeiten gehören grundsätzlich nicht zum schlüsselfertigen Haus – das ist ja schon ein ungeschriebenes Gesetz. Das sind natürlich ganz offensichtliche Punkte.

Was nicht mehr ganz offensichtlich ist und absolute Klassiker:

  • Fehlender Abtransport des überschüssigen Aushubs und fehlendes Liefermaterial (hier sprechen wir von mehreren Tausend Euro)
  • Fehlende Abwasserrohre von Grundstücksgrenze bis Hausgrenze und fehlender Kanalanschluss (auch gerne mal vierstellig)
  • Fehlende Baustraße  (eine Baustraße kann auch mal 2.000 Euro kosten)

Und das Ergebnis: Das Geld reicht nicht mehr, die Finanzierung ist zu niedrig und es besteht Nachfinanzierungsbedarf und dieser kann teuer werden. Im schlimmsten Fall ist eine Nachfinanzierung nicht möglich, und dann? Familien, die am Hausbau zuerst finanziell und dann selbst zerbrechen – Szenarien, die auf jeden Fall vermieden werden müssen, im Interesse der Bauherren.

Grundsatz: Was nicht im Vertrag steht, ist auch nicht dabei!